DIE ERGEBNISPHASE

Insgesamt ergaben die Testentwürfe des Masterplans eine Summe von über 2 Mio. qm Bruttogrundrissfläche (BGF) innerhalb der Interventionsräume. Dies sind die aktuellen Reserven für die weitere Entwicklung der Kölner Innenstadt. Zunächst betrifft diese Zahl jedoch nur die Entwicklung der freien Areale in Hektargröße, wie z.B. Deutzer Hafen, Areal der südlichen Innenstadterweiterung, Mediapark und Breslauer Platz. Hinzu kommen aber auch noch über 40.000 qm kleinteilige Baulücken in Streulage mit einer weiteren Reserve von schätzungsweise 200.000 qm BGF innerhalb der baulichen Strukturen der Innenstadt. Die städtebauliche und architektonische Umsetzung sollte angesichts dieser Reserven daher künftig mit besonderer Sorgfalt vorangebracht werden.

Im Vordergrund der Testentwürfe mit der zentralen Thematik Freiraum stand zunächst nicht der mögliche Zugewinn an Freiraum und Stadtgrün, sondern die logische Fortschreibung und qualitative Ertüchtigung der bestehenden Räume und Strukturen. Die Vernetzung der Grünräume untereinander, ihre Benutzbarkeit, Fragen der Sicherheit und Möglichkeiten einer barrierefreien Nutzung sind hier die Schwerpunkte der künftigen städtebaulichen Entwicklung. Dennoch hat die erste planerische Erkundung durch den Masterplan im Bereich des Inneren Grüngürtels eine Summe von etwa 28 ha zusätzlichen Freiraums ergeben. Auch im künftigen Umgang mit den Ringen könnte die Anzahl der Straßenbäume im Zuge der schrittweisen Entwicklung mehr als verdoppelt werden. Aber auch hier wird der Straßenbaum zunächst eine ordnende und raumbildende denn eine rein quantitative oder stadtökologische Rolle spielen.

Der künftige gestalterische Umgang mit den großen Stadträumen wie Deutzer Freiheit, Heumarkt, Neumarkt, Rudolfplatz und Barbarossaplatz wird nur dann wirklich erfolgreich gelingen, wenn Verbesserungen verkehrlicher Infrastrukturen die Vorhut der Maßnahmen bilden.

Ziel des Masterplans war es ebenso wenig die innerstädtischen Verkehre drastisch zu reduzieren beziehungsweise durch aufwändige unterirdische Lösungen unsichtbar zu machen, sondern alle Verkehrsarten und Verkehrsteilnehmer in städtebaulich maßstäblicher Form weiterhin gleichberechtigt zuzulassen. Das heißt, dass bei allen baulichen Maßnahmen am innerstädtischen Straßennetz künftig Möglichkeiten der Redimensionierung zugunsten der Bewegungs- und Verweilqualität im Stadtraum für Fußgänger und Radfahrer beachtet werden sollten.

In einem nächsten Schritt soll jedoch unbedingt erkundet werden, welche Spielräume das gesamtstädtische Verkehrsnetz und -system bieten, um ggf. eine Reduzierung der Durchgangsverkehre in der Innenstadt vornehmen zu können. Vorrang vor der großen technischen Lösung sollte in jedem Fall die intelligente und baulich minimalinvasive Lösung haben.

DIE ZEITACHSE DES MASTERPLANS

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Zentrale Schlussfolgerungen und Vorschläge

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