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Chancen für zusammenhängende Entwicklungen auf der rechten Rheinseite, am Inneren Grüngürtel und in der Südstadt sichern
Potenziale für Forschung, Wissenschaft und Technologie sichern
Synergieeffekte durch Nachbarschaften nutzen
Als Stadt mit oberzentraler Funktion steht gerade der Stadtraum Kölns in vielerlei Hinsicht im prominenten Blickfeld. Die qualitative Gestalt des öffentlichen Raums zählt als ein wesentlicher Adressgeber einer attraktiven Arbeits- und Geschäftscity. Stadtgestalterische Defizite gilt es zu beseitigen, um attraktive Standorte für Wohnen, Arbeiten und Einkaufen zu sichern und zu fördern.
Die linksrheinische Seite der Innenstadt ist neben ihrer Zentrumsfunktion auch Sitz großer Unternehmen. Das Bespiel des WDR, als prominentester Akteur in der Kernzone der Innenstadt und Arbeitgeber für rund 3.500 Menschen, belegt die Bedeutung der innerstädtischen Nutzungsmischung. Abgesehen von der städtebaulichen Unmaßstäblichkeit einzelner architektonischer Bausteine des Senders bringt seine Präsenz in der Innenstadt Impulse für ein lebendiges und attraktives Angebot an Einzelhandel und Gastronomie. Nicht zuletzt bietet der Sender attraktive Schnittstellen und „Schaufenster“, welche das Leben der „Wohnstadt“ Köln mit Urbanität anreichern.
Die Rolle des Rheins als Bühne des Kölner Stadtraums sollte auf hohem Niveau fortgeschrieben werden. Nicht nur der Dom und die romanischen Kirchen sind einzig innerhalb des Stadtraums des Rheins in der Gesamtsilhouette wahrnehmbar, sondern auch Schlüsselakteure der Kölner Wirtschaft, wie KoelnMesse, RTL und neuerdings auch das Unternehmen Microsoft. Bei aller Priorität für die Entwicklung hochattraktiver Wohnlagen (Westsonne sowie Dom- und Rheinblick) an der rechten Rheinseite, sollte eine Durchmischung mit hochkarätigen Akteuren angestrebt werden, die dem Stadtraum Rhein eine unverwechselbare großstädtische und qualitätvolle architektonische Silhouette geben können.
Der Eisenbahnring ist für die Erschließung der Innenstadt und der benachbarten Bezirke von zentraler Bedeutung. Die wenigen baulichen Reserven entlang der Inneren Kanalstraße/Universitätsstraße und des Eisenbahnrings - insbesondere im Umfeld der beiden bestehenden und denkbaren weiteren Stationen - sollten künftig für Nutzungen berücksichtigt werden, die für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt von besonderer Bedeutung sind (Kultur, Bildung, Forschung, Technologie). Hier bestehen bereits Einrichtungen der Universität zu Köln, der Justizbehörden sowie der Telekom, die ihren Einzugsbereich im Großraum Köln und zum Teil weit darüber hinaus haben. In diesem Sinne sollten auch im Zuge der Entwicklung des Areals des Großmarkts und der möglichen und sinnvollen Arrondierung der äußeren Ränder des Inneren Grüngürtels besondere, an den regionalen Einzugsbereich gebundene Akteure Berücksichtigung finden.