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Der Central Park für die Kölner Bürger
Würde man ihn heute erfinden, wären die Chancen für seine Realisierung aussichtslos - der Innere Grüngürtel und seine strahlenförmigen Freiraumkorridore gehören neben den Verkehrsinfrastrukturen zum bedeutsamsten städtebaulichen Inventar der Stadt. Der Innere Grüngürtel ist nicht nur ordnendes Element des Stadtraums und grüner Saum der Innenstadt, sondern auch Schnittstelle und Begegnungsraum für die Bürger/innen der Innenstadt mit den Bewohnern angrenzender äußerer Bezirke.
Seit der Zerstörung seiner Randbebauungen liegen Ideen aber kein abgestimmtes Konzept für den Umgang mit den baulichen Resten und dem gestalterischen Duktus der Grünräume vor. Die Sicherung der Freiräume und die Einschränkung baulicher Eingriffe in den Gürtel allein werden nicht ausreichen. Unter teilweiser Arrondierung bestehender baulicher Einrichtungen und der Gestaltung und Öffnung der verfügbaren Freiflächen ist ein klares und räumlich durchgängiges Grundgerüst des Inneren Grüngürtels aufzuzeigen. Dabei können unter besonderer Beachtung der Erschließungsgunst des Eisenbahnrings und der Förderung bestehender sowie der Entwicklung weiterer Haltepunkte am Eisenbahnring attraktive Adressen entstehen.Aus freiraumplanerischer Sicht ist die Entwicklung der Durchlässigkeit des Grünraums zu fördern und ein attraktiver Ringschluss zum Stadtraum Rhein zu sichern.
Zentrale zu beachtende Aspekte bei der Weiterentwicklung des Gürtels sind:
- der großstädtische gestalterische Duktus der Freiräume
- die Art und das Maß der künftigen Nutzung der Ränder und Innenstadteingänge
- die Erschließungsgunst des Eisenbahnrings
- die Ansprüche der Stadtbewohner/innen (Naherholung, Sport...).
Das Großmarktareal sollte als letzter großer Schlussstein der städtebaulichen Entwicklung der linksrheinischen Kölner Innenstadt wahrgenommen werden. Eine besondere Chance besteht darin, die städtebauliche und freiraumplanerische Entwicklung des Areals über die Durchführung einer Bundesgartenschau zu fördern. Arrondierend sind in diesem Bereich eine besondere öffentliche Nutzung sowie der Standort eines weiteren Haltepunktes des ÖPNV denkbar. Damit verbunden könnte eine Ergänzung der Adressen für Wissenschaft und Forschung sein.