Innerer Grüngürtel

Der Innere Grüngürtel ist kostbares Erbe der historischen Stadtentwicklung und gehört zum bedeutsamsten städtebaulichen Inventar der Gesamtstadt.
Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer dafür ein, die beiden Befestigungsringe, die Köln umgaben, zu schleifen, um der Stadt Raum zum Wachsen zu geben. Die ehemals militärisch genutzten Freiflächen der Rayons sollten nun für die Zivilbevölkerung nutzbar gemacht werden. Die Stadt Köln lobte dazu einen Wettbewerb aus, den der damalige Hamburger Baudirektor Fritz Schumacher gewann. Auf Adenauers Wunsch hin wurde dieser für drei Jahre von seinem Amt beurlaubt, um vor Ort die Umsetzung seines Wettbewerbs zur Gestaltung des ehemaligen Inneren Festungsrayons in einen Bebauungsplan zu leiten.
Doch so sehr sich die Stadt seither auch verändert hat – die Parks, Wiesen und Sportflächen des nach Schumachers weitsichtigen Planungen umgestalteten grünen Ringes sind für die Lebensqualität in der Stadt bis heute von großer Bedeutung. Deshalb gilt es auch, dieses grüne Erbe zu schützen und auszubauen, Lücken zu schließen, Schwachstellen aufzuwerten und eine zeitgemäße Nutzung der Landschaft zu ermöglichen. Doch seit der Kriegszerstörung gab es kein Gesamtkonzept für den Umgang mit den baulichen Resten und dem gestalterischen Duktus der Grünräume. Nun soll der Innere Grüngürtel mit einer Folge unterschiedlicher, ineinander greifender freiraumplanerischer und städtebaulicher Projekte weiterentwickelt werden.