Ringe

Seit über 100 Jahren bilden die Ringe das urbane Rückgrat der Kölner Innenstadt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der innere Befestigungsring geschleift, um die Stadt für die Erweiterung der sogenannten Neustadt zu öffnen. An der Grenze zur Altstadt wurde so ein halbkreisförmiges Areal freigelegt, dessen Köpfe am nördlichen und südlichen Ende am Rheinufer münden. Von der Wiener Ringstraße inspiriert, legte der spätere Kölner Stadtbaumeister Josef Stübben ein Gefüge aus boulevardartig Straßen und Schmuckplätzen im Sinne einer „Kette festlicher Räume“ an.
Obschon die zweidimensionale Ausdehnung der Ringe noch vollkommen erhalten ist, mangelt es, bedingt durch massive Kriegszerstörung und verkehrlich bestimmte Eingriffe, an der Lesbarkeit und Qualität der Straßen und Plätze. Als oberstes städtebauliches Ziel wurde daher im Masterplan die Erstellung eines abgestimmten und  attraktiven Gesamtkonzepts für Verkehr und Gestaltung definiert, das im Sinne eines modernen Klassikers große Robustheit in Bezug auf sich wandelnde Moden und technische Anforderungen aufweist.