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Von der Linearität zur Fläche
Eine Besonderheit der Kölner Innenstadt besteht in der vertikalen Schichtung bzw. Überlagerung mehrerer bedeutender innenstädtischer Attraktionen. Die Archäologische Zone, die Kölner Altstadt, die Rundgänge Kulturdiagonale, Via Sacra und Via Culturalis und nicht zuletzt der Dom mit seinem Umfeld liegen in teilweise konzentrischer und kompakter Schichtung übereinander. Die homogene Durchmischung mit Nutzungen wie Wohnen, Arbeiten und Einkaufen bildet insgesamt einen einmaligen, lebendigen Stadtorganismus.Im Zuge der künftigen gestalterischern Behandlung der Kernzone, mit beispielsweise dem Bau des neuen Schauspielhauses, soll die Erkennbarkeit besonderer Wegeverbindungen und Platzfolgen deutlich herausgearbeitet werden.
Die Kernzone wird derzeit dominiert von den Fußgängerströmen der Einkaufsbereiche Schildergasse, Breite- und Hohe Straße. Festzustellen ist, dass sich die Innenstadtnutzungen vermehrt sowohl in die Zwischenräume als auch in die umliegenden Stadtviertel ausdehnen. Diese Straßenräume weisen aufgrund der historischen Stadtstruktur relativ schmale Querschnitte auf, die die Bedürfnisse aller Verkehrsträger abwickeln müssen. Hier ist das Ziel, die Linearität der Fußgängerzonen aufzuheben und über eine Umgestaltung der Verkehrsräume eine homogene Vernetzung zwischen Hohe Straße und Hohenzollernring zu schaffen. Dies kann durch die Umgestaltung der Straßenräume in gemischt genutzte Verkehrsflächen geschehen, wovon insbesondere Fußgänger und Radfahrer profitieren.
Ein wesentlicher Faktor von Verbesserungen ist auch die schrittweise Reorganisation des Parkens. Öffentliches Parken sollte vermehrt am Rand der Kernzone platziert werden; bestehende Parkhäuser in der Kernzone sollten den Anwohnern zur Verfügung gestellt werden können.