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Größere Einrichtungen homogener im Stadtraum verteilen
Spielräume für die Kunstszene offen halten
Städtische Eventkulturen fördern
Die hohe Konzentration bedeutsamer Bauwerke und Nutzungen im Umfeld des Doms (etwa 15 Gehminuten) ist eine Besonderheit der Kölner Innenstadt. Die dichte Überlagerung von Funktionen wie Einkaufen, Gastronomie, Arbeiten und Kultur führt gelegentlich aber auch zu einer erheblichen Überlastung der Bewegungsräume. Nicht zuletzt beeinträchtigt die teilweise Überformung und Dichte dieses Gefüges zusätzlich die räumliche Orientierbarkeit und Lesbarkeit besonderer historischer Zusammenhänge. Im weiteren Umfeld – insbesondere im Bereich der Ringe und des Inneren Grüngürtels – finden sich dagegen nur noch vereinzelte Bauten und Nutzungen von besonderer Bedeutung.
Eine mögliche Chance, die Auffindbarkeit kultureller Einrichtungen und bedeutender Baudenkmäler zu erleichtern, besteht in der besonderen Gestaltung der prominenten Wegebeziehungen. Die Standortsuche für künftige kulturelle Bauten und Einrichtungen sollte sich auch an der Möglichkeit einer Belebung der äußeren Bereiche der Innenstadt und der Möglichkeit einer sinnfälligen räumlichen Vernetzung orientieren.
Die Vielfalt der aktiven Kunst- und Kulturszene mit ihren zahlreichen Museen, einer aktiven Galerie- und Musikszene und den Bühnen soll entsprechend dem Kulturentwicklungsplan weiterhin gefördert und kultiviert werden. Dabei ist vor allem auch die rechte Rheinseite in Bezug auf die Entwicklungsmöglichkeit weiterer Einrichtungen für Kunst und Kultur zu untersuchen. Bei der Entwicklung einiger Leitprojekte, insbesondere dem Opernquartier, sollte neben der Thematik der Kölner Rundgänge auch das Thema Kunst im öffentlichen Raum im Sinne von Pilotprojekten beachtet werden. Hier besteht möglicherweise die Chance, gerade mit den unkonventionellen Mitteln der Kunst Ideen für die Wahrnehmbarkeit von Wegeverbindungen und Platzfolgen der „Kulturdiagonalen/Kulturkarree“ auszuloten.
Der Innere Grüngürtel ist als urbaner Grünraum ebenfalls hinsichtlich seiner Eignung als Ort besonderer Konzepte moderner Kunst oder Kunst im öffentlichen Raum wenig erkundet. Im Vorfeld der möglichen Bundesgartenschau und der anstehenden Entwicklungen rund um den Großmarkt könnten pionierartig ausgerichtete Projekte sukzessive die Wahrnehmung der Öffentlichkeit bezüglich der besonderen Talente des großen Grüngürtels wecken. Der bestehende Skulpturenpark ist grundsätzlich ein positiver Ansatz, allerdings sollten künftige Initiativen ohne Einzäunung durchgeführt werden, da dies dem Charakter eines öffentlichen Raums näher käme. Der Rheinpark wäre ggf. ein geeigneter Standort für die sensiblen Objekte des Skulpturenparks.