Schnellnavigation

Verträglicher gestalten
Äußere und innere Erreichbarkeit verbessern
Nicht Innenstadt affinen MIV verringern
Der Grad der Mobilität ist ausschlaggebend für eine attraktive Innenstadt von urbaner Qualität. Demnach erfordert die künftige verkehrliche Erschließung der Kölner Innenstadt strategisch ausgerichtete und aufeinander abgestimmte Lösungen. Es hat sich gezeigt, dass kurz- bis mittelfristig die Strategie der kleinen Schritte die sinnvollste und praktikabelste ist. Hierbei wird innerstädtischen Schnellstraßen der urbane Charakter zurückgegeben, Straßenräume im Kernbereich behutsam zu Mischverkehrsflächen umgestaltet und der ruhende Verkehr in der Innenstadt neu organisiert und sortiert. Ein großer Nutznießer dieser Maßnahmen ist der Fuß- und Radverkehr. Auch die Stadtbahn soll im Bereich der Innenstadt wieder ein integrierter Bestandteil der Stadtgestalt werden.
Von großen kostspieligen Infrastrukturlösungen (Tunnel) wird mittelfristig Abstand genommen, da in diesem Zeitraum keine Chance für die Finanzierung und Realisierung gesehen wird. Das heißt nicht, dass die in der Vergangenheit diskutierten „großen Lösungen“ ein für alle mal verworfen werden sollen. Es wird vielmehr sogar empfohlen, diese weiterzudenken und weiterzuentwickeln, damit in Zukunft und bei sich gebenden Gelegenheiten auf tragfähige Lösungen zurückgegriffen werden kann. Langwierige Planungsphasen könnten damit umgangen werden. Da es jedoch für die Entwicklung der Innenstadt fatal wäre zwischenzeitlich überhaupt keine Verbesserung der Erschließung der Kölner Innenstadt vorzunehmen, sollen kleinere, kostengünstige und flexiblere Maßnahmen schrittweise und wenn möglich sofort umgesetzt werden.
Sowohl auf strategischer als auch auf planerischer Ebene wurden hierzu Konzepte entwickelt. Vor allem der engere Innenstadtbereich und die Ringe wurden hinsichtlich der Möglichkeiten verbesserter Straßenraumgestaltung und des Umgangs mit dem ruhenden Verkehr untersucht. Da die Gestaltung der Interventionsräume eine Vorbildrolle für weitere Stadträume spielen muss, wäre bei der Gestaltung der Ringe nicht zuletzt auch das Themen der Barrierefreiheit gebührend zu beachten.
Die Nord-Süd-Fahrt und die Ost-West-Achse wurden hinsichtlich der Verkehrsführung für den Individualverkehr bzw. der Stadtbahn sowie deren stadtverträgliche Einbindung in den Stadtraum überprüft. Der Innere Grüngürtel wurde hinsichtlich einer Aufwertung durch den ÖPNV betrachtet.
Auch der Rheinufertunnel und zukünftig möglicherweise erweiterte oder neue Rheinquerungen wurden einer kritischen Betrachtung unterzogen. Diese Konzepte wurden mit den zuständigen Institutionen diskutiert und anschließend bewertet. Ziel ist es, am Ende einen zeitlich abgestuften konkreten Handlungsplan hinsichtlich der Mobilitätsaspekte zur Kölner Innenstadt auszuarbeiten.