Brückenköpfe

maxCologne

Das direkt am rechtsrheinischen Brückenkopf der Deutzer Brücke liegende ehemalige Lufthansa-Hochhaus am Deutzer Rheinufer zeigt seit 2012 ein neues Erscheinungsbild und trägt seither den Namen maxCologne. Der Entwurf des Kölner Büros HPP setzte sich im März 2009 in dem vom Bauherrn ausgelobten einphasigen Verfahren unter sieben Vorschlägen durch. Die Aufgabe bestand in der Schaffung eines zeitgemäßen Erscheinungsbildes für das aus den 1970er Jahren stammende Lufthansa- Hochhaus am Deutzer Rheinufer. Der Entwurf für die neue Gebäudehülle würdigt die besondere städtebauliche Lage direkt am Ufer neben den Kölner Rheinhallen und dem Areal des Landschaftsverbands Rheinland. Mit dem Ziel, das aus Hochhaus und Riegel bestehende Ensemble zu beruhigen und damit der Rheinpromenade ein architektonisch zeitloses Erscheinungsbild zu verleihen. Wichtig war die Gestaltung der Freiräume. Durch den Teilabriss des Parkhauses und die Trennung in zwei Bauteile konnte eine  breite Treppe angelegt werden und öffnet den Gebäudekomplex zur Rheinuferpromenade. Siestellt damit eine weitere unmittelbare fußläufige Verbindung zwischen Deutzer Freiheit und Rhein her.
 


Planungsprozess

  • Fassadenwettbewerb 2009, Fertigstellung 2012

Beteiligte Hochtief Projektentwicklung GmbH, HPP Architekten (Köln)
 

Holzmarkt

Im Sinne der durch den Masterplan angeregten generellen Verkehrsflächenreduzierung sollte die derzeit offene Stadtstruktur am linksrheinsichen Brückenkopf der Severinsbrücke baulich geschlossen werden. Ein Beispiel dieser Verdichtung ist der Neubau am Holzmarkt 1. Der von kadawittfeldarchitektur geplante Gebäudekomplex bietet auf der Rheinseite hochwertige Büroflächen. Dahinter liegen, an einem begrünten Hof in abgeschirmter Lage, 16 Apartments, die an die Wohnbebauung des benachbarten Viertels anknüpfen.
 


Planungsprozess

  • Fertigstellung 2015

Beteiligte Bauwens Construction, Revisco, kadawittfeldarchitektur (Aachen)
 

Unterwerk im Sionstal

Im Auftrag der KVB hat Ute Piroeth gemeinsam mit dem Berliner Künstler Wolfgang Rüppel das Unterwerk „Im Sionstal“ gestaltet. Dies ist eines jener technischen Bauwerke, in denen 10.000 Volt Wechselstrom in 750 Volt Gleichstrom umgewandelt wird, um damit die Oberleitungen der Stadtbahn versorgen. Sie sind zahlreich – etwa 50 davon gibt es im Stadtgebiet – und so groß, dass eine Familie darin wohnen könnte. Grund genug für die Stadt, die KVB per Auflage zu verpflichten, sich um ihr Erscheinungsbild zu kümmern. Ute Piroeth platzierte das 21 Meter lange Bauwerk – hochwassersicher – schräg auf der von der Brückenrampe eingefassten Grünfläche.
 


Das Unterwerk hat so vier Schauseiten, eine Rückseite gibt es nicht, Türen und Lüftungsöffnungen wurden gut versteckt in der umlaufenden Hülle aus vorgehängten Vierkantprofilen. Auf der Fassade taucht wie aus dem Nichts eine Gruppe von Pferden auf, und verschwindet plötzlich in einem Farbnebel aus gelbem, türkisen, pinkem und schwarzem Konfetti. Wie viel Bild der Betrachter sieht und erkennt, hängt unmittelbar von seinem Standpunkt und seiner Bewegung ab.

An vielen Stellen kann Köln schöner werden. Hier wurde die Chance genutzt, nicht nur etwas Unansehnliches zu kaschieren, sondern den fast verschenkten Raum einer Verkehrsinsel mit den zeitgemäßen Mitteln der Baukunst zu einem besonderen Ort zu machen.
 


Planungsprozess

  • Fertigstellung 2015

Beteiligte Ute Piroeth Architektur (Köln), Wolfgang Rüppel (Berlin), KVB