Deutzer Hafen


Der Städtebauliche Masterplan Innenstadt Köln führt die Konversion des Deutzer Hafens als ein Schlüsselprojekt auf, mit dem die rechtsrheinische Stadtentwicklung auf flächen- und ressourcenschonende Weise vorangetrieben werden könne. Anders als in dem vis-à-vis gelegenen Rheinauhafen sieht die moderne stadt, die in Kooperation mit der Stadt Köln das Gelände entwickelt, hier eine lebendige und breit angelegte Nutzungsmischung mit vielfältigen Wohnformen, einem 30-prozentigen Anteil geförderten Wohnungsbaus, Büros, Kindertagesstätten, Kreativ- und Dienstleistungsgewerbe, kulturellen Einrichtungen sowie öffentliche Freiflächen vor. Eine Voraussetzung für die zukünftige Nutzung des Hafenareals stellt neben dem Lärmschutz der Hochwasserschutz dar. In dem zukünftigen Quartier am Wasser sollen rund 6.000 Arbeitsplätze und Wohnungen für 6.900 Menschen entstehen.

 


Die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Geländes rund um die Ellmühle bildete zunächst die 2014 von ASTOC erstellte Machbarkeitsstudie. Im Rahmen eines Kooperativen Verfahrens erarbeiteten dann im Jahr 2016 unter Beteiligung der Öffentlichkeit fünf interdisziplinäre Teams jeweils Entwürfe, um die städtebauliche Entwicklung weiter zu qualifizieren. Der Siegerentwurf des dänischen Büros COBE zeigt eine dynamische, in fünf Quartiere gegliederte Stadtlandschaft. Diese soll als ein großes Ganzes wahrgenommen werden, das durch die Integration der historischen Gebäude und Industrierelikte viele charakteristische Orte erhält. Die originären »Deutzer-Hafen-Blocktypologie« mit ortsspezifisch geformten, zueinander immer wieder versetzt angeordneten Baublöcken aus Bestands- und Neubauten ermöglicht in ihrer Kleinteiligkeit variable Nutzungen und damit eine große, auch soziale Durchmischung. Jeder Block gewinnt stadträumliche Qualitäten, da er an einen Platz oder Grünraum angrenzt. Sämtliche öffentliche Räume sollen mit besonderer Aufmerksamkeit gestaltet und nicht nur intern, sondern über das Planungsareal hinaus mit der Stadt vernetzt werden. Auf der nördlichen Halbinsel wird es einen Stadtteilpark geben und großzügige Freiflächen auf den Poller Wiesen, die unterschiedliche Nutzungen für Sport und Freizeit erlauben werden.  Der aus dem Wettbewerbsbeitrag entwickelte Integrierte Plan wird Grundlage für die weiteren Verfahren sein. Sämtliche Planungen werden mit hohen Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Lebensqualität entwickelt.

 


Planungsprozess

  • Machbarkeitsstudie 2014
  • Kooperatives Verfahren 2016

Sachstand In Vorbereitung
Beteiligte COBE (Kopenhagen), moderne stadt, Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemeindeentwicklung mbH (Köln), Stadt Köln, ASTOC GmbH & Co. KG Architects and Planners (Köln)