Masterplan Koelnmesse 3.0


Der innerstädtische Standort am Deutzer Rheinufer wird seit den 1920er Jahren als Messegelände genutzt. Zeugnisse dieser Zeit sind die bis heute erhaltenen Rheinhallen, der Messeturm und das Staatenhaus. Heute ist die Koelnmesse, die rund 80 Messen pro Jahr ausrichtet, ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Köln und die gesamte Region. Derzeit verfügt die Messe über elf Hallen, ihre historischen Bauten werden inzwischen anderweitig genutzt. Doch die Koelnmesse expandiert weiter und plant bis zum Jahr 2030 bedeutende Investitionen. Der vom Büro ASTOC erarbeitete Masterplan Koelnmesse 3.0 stellt hierbei die planerische Grundlage für ein weiteres Wettbewerbsverfahren dar.

Mit umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen, Neubauten und Investitionen in die Infrastruktur soll das sechstgrößte Messegelände der Welt baulich und funktional den zukünftigen Bedürfnissen angepasst werden. Von großem öffentlichen Interesse ist dabei, dass dieser hochkomplexe Organismus nicht zu einem autonomen Fremdkörper im Stadtraum wird, sondern sowohl in das Stadtbild als auch in die Nachbarschaft integriert bleibt.

Ziel der Neubaumaßnahmen, die nach Plänen von JSWD Architekten realisiert werden, ist eine klare Organisation und Neuordnung der bestehenden und ergänzenden komplexen Nutzungs- und Erschließungsstrukturen, die eine optimal flexible Hallenkombination ermöglichen sollen.

Am Auenweg wird die 10.000 Quadratmeter große „Halle 1plus“ gebaut, die sowohl als reine Kongresshalle wie als Ausstellungsfläche zur Verfügung steht. Noch deutlicher wird diese Flexibilität in der Confex®-Halle, die als Messe-, Kongress- und Eventhalle zugleich neuen Formaten aus Conference und Exhibition Raum bieten wird. Ein überdachtes, von Ost nach West verlaufendes „Terminal“ soll den bestehenden Nord-Süd-Boulevard ergänzen. Im Rahmen dieser Maßnahme erhält auch der Eingang Ost ein repräsentatives Erscheinungsbild. Um die Verkehrs- und Parkraumsituation auf und um das Messegelände zu verbessern, wurde unter anderem ein neues Parkhaus an der Zoobrücke geplant, welches zurzeit nach den Plänen des Kölner Büros schultearchitekten gemeinsam mit der Deutschen Industrie- und Parkhaus GmbH (dip) realisiert wird. Die geschwungene Form des Baukörpers und eine vorgehängte Fassade aus Metallschuppen (wulf architekten) werden die besondere Architektursprache des Neubaus prägen.
 


Planungsprozess

  • Wettbewerb Masterplan 2014
  • Wettbewerb Hochbauten 2015/2016
  • Design and Build Wettbewerb, sowie Fassadenwettbewerb Parkhaus 2015/2016
     


Beteiligte Koelnmesse GmbH, ASTOC architects and planners (Köln), JSWD Architekten (Köln), Stadt Köln, schulte architekten (Köln), wulf architekten (Stuttgart)