MesseCity Köln


Das Messegelände in Köln hat einen einzigartigen Standortvorteil: Mitten in der Stadt gelegen, ist es mit öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch für den Individualverkehr sehr gut zu erreichen. Doch die Integration eines so großen und hochkomplexen Organismus wie den einer Messe in die Stadt und in seine direkte Nachbarschaft ist eine planerische Herausforderung. Die MesseCity, die zwischen den südlich gelegenen Hallen und dem Bahnhof Deutz geplant wird, soll einen harmonischen Übergang von der großmaßstäblichen Struktur der Messe zu den kleinteiligen Deutzer Veedeln bilden und die Messe besser in die Stadt integrieren. Grundlage für den seit 2013 rechtskräftigen Bebauungsplan ist der städtebauliche Entwurf von ASTOC. Dieser sieht auf dem 5,4 Hektar großen Planungsgebiet fünf Gebäudeblöcke vor, deren Kontinuität an zwei markanten Stellen durch Hochpunkte akzentuiert wird. Die Schauseite des neuen Quartiers wird dem Deutzer Bahnhof zugewandt sein, hier sollen die rhythmisch gegliederten Gebäudefronten Präsenz zeigen und eine individuelle Adressbildung ermöglichen. Auf der Messeseite dagegen erscheinen die geplanten Neubauten in einer kontinuierlichen Bewegung, die ihrem Gegenüber entspricht. Die Schnittstelle der beiden Universen Stadt und Messe bildet der öffentliche Platz im Zentrum der MesseCity ab. Dieser um ein Geschoss angehobene „Messebalkon“ ist nicht nur Kreuzungspunkt aller Wegeverbindungen, sondern auch eine großzügige Fläche, die alle, die hier arbeiten, ebenso wie die Messebesucher und Touristen mit Domblick und Gastronomie zum Verweilen einladen wird.

2016 wurde der Fassadenwettbewerb für die Neubauten der MesseCity entschieden, mit dem eine hohe Qualität der architektonischen Gestaltung gewährleistet werden sollte. Geplant ist nun die Umsetzung des Konzepts von KSP für den westlichen Teil des Quartiers. Das Hotel im Zentrum des Quartiers soll nach dem Entwurf von gmp, das benachbarte Hochhaus nach den Plänen von Max Dudler gestaltet werden. Für den östlichen Bereich der MesseCity hat die Jury sich für den Entwurf von Ortner & Ortner entschieden.

Als eines der wichtigsten städtebaulichen Großprojekte der Stadt Köln wird das Ziel eines attraktiven Bürostandorts angestrebt und von den Projektentwicklern STRABAG Real Estate und ECE Projektmanagement kontinuierlich verfolgt. Mit der Zurich Gruppe wird aller Voraussicht nach im Jahr 2019 der erste Mieter die drei westlichen Gebäude der MesseCity beziehen. Die MesseCity soll ein lebendiges Stück Stadt werden; ihre besonderen Qualitäten leiten sich aus der Schwellensituation ihrer Lage ab, die eine große Chance für die räumliche Vernetzung der Messe mit der Stadt und dem Stadtteil Deutz ist.

Planungsprozess

  • Werkstattverfahren 2006
  • Ausschreibung/Baukonzession 2009 – 2011
  • Rechtskraft Bebauungsplan 2013
  • Fassadenwettbewerb 2016
  • Spatenstich 2016
  • in Umsetzung

Beteiligte ASTOC GmbH & Co. KG Architects and Planners (Köln), Max Dudler (Berlin), KSP Jürgen Engel Architekten (Braunschweig), gmp von Gerkan, Marg und Partner (Hamburg), Ortner & Ortner (Köln)
Auftraggeber: MesseCity Köln GmbH & Co. KG, STRABAG Real Estate GmbH (Köln), ECE (Hamburg)