Planungswerkstatt Ringe

2011 führte die Stadt Köln mit drei Planungsteams die interdisziplinäre Planungswerkstatt Kölner Ringstraßen durch. Ziel dieses Werkstattverfahrens war es für die sechs Kilometer lange Ringstraße und die darin liegenden sieben Plätze, ein anspruchsvolles gestalterisches Rahmenkonzept von hoher Beständigkeit und Robustheit zu entwickeln, das die Verhaltensweisen einer modernen Bürgerschaft aber auch die Historie des Ortes berücksichtigt. Als inhaltliche Prämissen war Betrachtung der Ringe als Baustein der Stadtkultur gegeben, sowie das Verständnis der Plätze als integrierte Bestandteile des Straßenzuges. Funktional galt es an der Führung der Stadtbahn festzuhalten und die verkehrliche Bedeutung der Ringstraßen nicht einzuschränken und die Maßgaben der Barrierefreiheit zu integrieren. Ein grundsätzliches Ergebnis dieser Planungswerkstatt war die Erkenntnis, dass eine zeitgemäße, integrierte Gestaltung der Kölner Ringstraßen im Sinne ihres ursprünglichen Konzepts als ein innerstädtischer Boulevard des 21. Jahrhunderts möglich und zweckmäßig ist.

Aus den Konzepten der Planer wurde eine praxisorientierte Leitlinie entwickelt, die als eine Art „Regiebuch“ für die künftige Entwicklung der Ringe verstanden werden soll: Darin ist eine durchgängige Materialität für sämtliche Oberflächen vorgegeben, ein charakteristischer Leuchtentyp, sowie Stadtmöblierung, deren Auswahl die gestalterische Handschrift und Einheitlichkeit der Ringe unterstützt. In diesem Sinne werden auch die gewerbereibenden Anlieger aufgefordert, ihre Werbeanlagen zu reduzieren und zu ordnen. Und nicht zuletzt sollen auch die nun als Eintrittsorte und Visitenkarten betrachteten Haltestellen der KVB dazu führen eine Atmosphäre zu gestalteten, die Sicherheit vermittelt und zur Sauberkeit anhält.

Bei allen zukünftigen baulichen und freiraumplanerischen Vorhaben im Bereich der Kölner Ringstraßen sind nun die Vorgaben dieser Leitlinie zu beachten, sodass die Straßenräume und Plätze in der Stadt von heute wieder mehr von dem von Stübben für sie intendierten Charme zeigen können.
 


Planungsprozess

  • Interdisziplinäre Planungswerkstatt „Kölner Ringstraßen“ 2011
  • Beschluss der "Leitlinie Kölner Ringstraßen" als Maßgabe für die künftige Entwicklung der Kölner Ringstraßen im Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln am 21. Juni 2012  

Sachstand abgeschlossen
Beteiligte Ackers Partner Städtebau (Braunschweig), Office Regina Poly (Berlin), Pesch Partner (Dortmund)