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Masterplan Köln InnenstadtUnternehmer der Stadt Köln e.V.Stadt Köln
Impressionen Ringe

2. RINGE

Als einziger der ringförmigen Kölner Stadträume zieht sich das Band der Ringe ohne Brüche und Barrieren gewissermaßen als urbanes Rückgrat durch das Gefüge der Innenstadt. Nach Pariser bzw. Wiener Vorbild erdacht, waren die Kölner Boulevards - angeschmolzen an die mittelalterlichen Strukturen der Kernstadt - einst die feudalen innerstädtischen Wohnadressen der Stadt, durchsetzt mit bedeutenden öffentlichen Bauten. Kriegszerstörung und die sukzessive verkehrliche Überformung haben die städtebauliche Qualität der Ringe und die ihrer gliedernden Platzräume stark in Mitleidenschaft gezogen bzw. zerstört. Die genaue zweidimensionale Ausdehnung ist jedoch vollständig erhalten. Eine sorgfältige aber gesamtheitliche gestalterische Revision unter kritischer Beachtung der heutigen verkehrlichen Anforderungen könnte die Lesbarkeit und auch die Adressengunst dieses besonderen Stadtraums wiederbeleben und fördern.

Der Perimeter folgt dem Verlauf des gesamten Straßenzugs und spannt sich bogenförmig am linksrheinischen Ufer auf. Die Öffnungen der Ringe zum Rheinraum im Bereich Theodor-Heuss-Ring und Ubierring sowie die Qualität möglicher rheinquerender Fuß- und Radwegeverbindungen sollte bei einer Gesamtbetrachtung des großen Boulevards Berücksichtigung finden.

Während die Neustadt mit ihrem ausgeprägt klassischen städtebaulichen Zuschnitt kaum Anlass zu einer Betrachtung auf der Ebene des Masterplans gibt, sollte jedenfalls die besondere gestalterische Verankerung der Ringe mit der Neustadt und ihren Kirchplätzen mit in den Perimeter aufgenommen werden.

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