Schnellnavigation

Entrée - Mitte - Bühne
Nahezu alle Interventionsräume tangieren oder kreuzen den innerstädtischen Rheinraum, der als Mitte, Entree und Schaufenster der Stadt Köln wirkt. Die Spielräume für bauliche Entwicklungen sind in diesem Interventionsraum deutlich begrenzt. Deutzer Hafen und Mülheimer Hafen bilden die letzten großen inneren Flächenreserven am innerstädtischen Ufer. Falls diese Reserven mobilisiert werden können, sind sie die Schlusssteine der baulichen Entwicklung des Stadtraums Rhein.
Vor diesem Hintergrund ist nicht nur die Art und das Maß der baulichen Nutzung sorgfältig zu erwägen, sondern auch die Qualität der städtebaulichen und architektonischen Entwicklung. Die anstehenden Brückensanierungen bieten das einmalige Zeitfenster und den Anlass für eine räumliche und gestalterische Aufwertung ihres Umfeldes. Hierzu gehört auch die Optimierung und der teilweise Rückbau von verkehrlichen Einrichtungen – beispielsweise der Brückenköpfe der Severinsbrücke.
Der Stadtraum Rhein wird zurzeit im Kontext der Entwicklungen der "regionale" planerisch behandelt. Begleitend zu untersuchende Themen sind die Entwicklung des Bahnhofssystems Köln, die Sanierung der Brücken, die Zukunft der rechtsrheinischen Hafenareale, die Gestaltung der linksrheinischen Uferbereiche und die Frage möglicher weiterer unterirdischer Verkehrsbauwerke. Die langfristige Sicherung attraktiver Fußwegeverbindungen über den Rhein, die sich unter anderem in räumlicher Verlängerung der Ringe anbieten, sollte ebenfalls in das Repertoire der Projekte aufgenommen werden.
In der Koordination und Bündelung der Vorhaben liegen auch ökonomisch bedeutende Synergieeffekte. Ziel ist ein gesamtheitliches, planerisches und gestalterisches Konzept für den Stadtraum Rhein zu entwickeln. Nur so kann eine attraktive und abgestimmte Belebung der Mitte der Kölner Innenstadt als urbane Bühne erreicht werden.