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Begrenzte Flächenpotenziale vorrangig für Wohnen und Mischnutzungen nutzen
Neue attraktive und zielgruppengerechte Angebote schaffen
Bevölkerungszahl bei wachsendem Flächenbedarf erhalten
Verdrängungsprozesse im Bereich der Milieus und Veedel eindämmen
Wohnfolgeeinrichtungen und soziale Infrastrukturen fördern
Partizipation aller Generationen
Derzeit liegt die Bevölkerung des Innenstadtbezirks bei etwa 130.000 Einwohnern. Die Wohnfläche pro Kopf steigt insbesondere durch kleinere Haushalte (Singles, Senioren) kontinuierlich weiter. Dieser Effekt ist in der Innenstadt sogar überproportional zu erwarten. Die ökonomische und gesellschaftliche Innovationsfähigkeit einer Stadt hängt auch von der Beteiligung junger Menschen ab. Auch drängen der demographische Wandel und die Generationengerechtigkeit auf die Beteiligung jüngerer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Nur eine Kommune, der es langfristig gelingt, ein attraktiver Wohnort für Familien mit Kindern zu werden, wird auch die Geburtenrate nachhaltig erhöhen können. Im interkommunalen Wettbewerb ist Beteiligung von Kindern und damit die Kinderfreundlichkeit einer Stadt ein weicher Standortfaktor hinsichtlich der Halte- und Bindekräfte einer Region.
Um die Einwohnerzahl künftig zu halten bzw. zu steigern, sollten die für Wohnzwecke besonders geeigneten Flächenreserven der Innenstadt auch vorrangig und konsequent für Wohnzwecke mobilisiert werden. Die Reserven bestehen aus weit über die Bezirksfläche verteilten, in der Regel in Privatbesitz befindlichen, kleinteiligen Streulagen, die nur schwer steuerbar und aktivierbar sind. Mit der aktiven Steuerung durch das gesamtstädtische Wohnungsbauprogramm 2015 wird eine schlagartige Entwicklung neuen Wohnens in der Innenstadt nicht prognostiziert. Andererseits wird mit den Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt und der Zunahme der Haushalte ein Zuwachs zu verzeichnen sein.
Im Hinblick auf diese Entwicklungstendenz sollen diese Reserven für Wohnzwecke unterschiedlicher Niveaus gesichert bleiben. Auch muss an diese Entwicklung die Sicherung eines qualitativen Angebots an sozialen Infrastrukturen gekoppelt sein. Eine ausgewogene Balance aus Erhalt und Förderung unterschiedlicher städtischer Wohnformen sowie ein auf besondere Erschließungsbedingungen abgestimmtes Verhältnis von Wohnen und Arbeiten sind die Voraussetzungen für eine lebendige Durchmischung.
Die Zukunft der innerstädtischen Areale von Mülheimer Hafen und Deutzer Hafen als mögliche Standorte für Wohnen und Arbeiten ist auch vor dem Hintergrund aktualisierter Gesetze zum Hochwasserschutz zumindest mittelfristig auszuschließen. Im Sinne einer langfristigen strategischen Planung sollten für diese besonderen Areale neben modernen Hafenkonzepten auch optional Konzepte für moderne, und einer innerstädtischen Lage angemessener Nutzungen vorgehalten werden.